Spaghetti con finocchietto selvatico e pane tostato – Spaghetti mit wildem Fenchel

Dieses köstliche Rezept aus Sizilien ist eine Gaumenfreude und speziell für Geniesser! Der zarten „finocchietto selvatico“ (wilder Fenchel) schmeckt sehr aromatisch und mild. Bereits Hildgard von Bingen wusste die Wirkstoffe des Wilden Fenchels zu nutzen. Er ist bekömmlich, magenfreundlich und steckt zudem noch voller Nährstoffe. Er ist auf den Märkten im Mittelmeerraum zu finden. Jedoch habe ich ihn auch schon in schweizer Gärten entdeckt.
Spaghetti con finocchietto selvatico e pane tostato
Für 2 Portionen
250 bis 300 g Pasta nach Wahl
Für den Tomatensugo:
2 grosse reife Tomaten, Stilansatz entfernt (z.B. Cuore di bue)
1 Knoblauchzehe, geschält
½ TL Salz
½ TL Kokosblütenzucker
2 EL Olivenöl
2 EL Oregano getrocknet
2 Stengel Basilikum
Alle Zutaten im Mixer pürieren. Den Tomatensugo in einen hohen Topf füllen und 30 Minuten leicht köcheln lassen.
Pasta „al dente“ kochen.
Für das Topping:
1 Cup Finocchietto selvatico (wilder Fenchel)
½ Cup Dinkel Paniermehl
2 EL Olivenöl
Finocchietto in leicht kochendem Wasser ca. 5 Minuten garen. Danach abseihen und etwas trocknen lassen. Mit dem Olivenöl in einer Pfanne noch 5 Minuten auf mittlerer Hitze anbraten.
Paniermehl in einer Pfanne goldbraun rösten.
Die frisch gekochte Pasta in einen Topf oder Pfanne geben und mit dem Tomatensugo mischen. Die Pasta auf 2 Tellern verteilen und mit dem Finocchietto und Paniermehl dekorieren. Nach Belieben mit frisch gemahlenem Pfeffer würzen.
Buon appetito 🙂
Spaghetti mit wildem Fenchel gut vorbereiten und variieren
Beim Tomatensugo achte ich darauf, wirklich nur sanft köcheln zu lassen. Wenn der Sugo zu stark blubbert, wird er schnell zu dick und spritzt. Dann lieber einen Spritzer Wasser ergänzen und zwischendurch umrühren, damit nichts ansetzt. Die Konsistenz mag ich sämig, aber noch gießbar, damit sich die Sauce gut um jede Nudel legen kann. Die Pasta mische ich immer direkt nach dem Abgießen mit der heissen Sauce. So nimmt sie das Aroma besser auf, als wenn die Sauce nur obenauf kommt.
Beim wilden Fenchel entferne ich die dicksten Stängel, sie bleiben oft zäh. Am liebsten verwende ich zarte Triebe und feine Wedel. Wenn du keinen finocchietto findest, kannst du mit einer Mischung aus Dillspitzen und etwas frischem Fenchelgrün arbeiten. Das ergibt nicht genau den gleichen Geschmack, kommt ihm aber recht nah. Wichtig ist, den Fenchel nach dem Blanchieren gut abtropfen zu lassen. Zu viel Wasser in der Pfanne verhindert, dass er leicht röstet, und er wird eher weich und dünn.
Das Paniermehl rühre ich beim Rösten ständig um, es verbrennt schnell und wird dann bitter. Sobald es goldbraun ist, ziehe ich die Pfanne sofort von der Platte und fülle die Brösel in eine Schale um. Reste der Pasta lassen sich am nächsten Tag gut in der Pfanne aufwärmen. Dann gebe ich ein wenig Wasser oder Olivenöl dazu, damit nichts anbackt. Das Fencheltopping und die Brösel streue ich lieber frisch darüber, sonst verlieren sie ihre knusprige Struktur.
